Umwelt-Bußgeldkatalog 2016/2017

Jedes Bundesland in Deutschland hat seinen eigenen Umwelt-Bußgeldkatalog. Wie die hoch die Strafen ausfallen, ist daher vom Standort abhängig. Die verschiedenen Bußgelder für Wasserverschmutzung, falsche Müllentsorgung, Verletzung der Naturschutz-, Immissions- sowie Sprengstoffbestimmungen können Sie hier nachlesen.

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    Immissionen schaden der Umwelt. Welche Bußgelder deshalb bei Verstößen gegen Immissionsschutz-Vorschriften fällig werden, erfahren Sie hier.

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    Wie entsorgen Sie Abfall richtig und wie hoch sind die Bußgelder für illegale Müllentsorgung? Mehr dazu lesen Sie im Umwelt-Bußgeldkatalog Müll.

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    Lesen Sie hier, welche Bußgelder bei Verstößen gegen das Wasserhaushaltsgesetz, wie zum Beispiel bei Wasserverschmutzung, drohen.

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    Naturschutz-Bestimmungen nicht eingehalten? Erfahren Sie hier, wie hoch die Bußgelder in den einzelnen Bundesländern ausfallen können.

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    Wann benötigen Sie eine Baugenehmigung und welche Bußgelder drohen, wenn Sie in geschützen Gebieten Häuser errichten? Mehr dazu hier!

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    Elektroschrott illegal zu entsorgen, ist verboten. Wie hoch die Bußgelder in den einzelnen Bundesländern ausfallen, zeigt dieser Bußgeldkatalog.

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    Sperrmüll

    Wer in Deutschland Sperrmüll ohne Anmeldung an den Straßenrand stellt, begeht eine Ordnungswidirgkeit und riskiert hohe Strafen.

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Umweltschutz und Umweltverschmutzung in Deutschland – Der große Bußgeldkatalog Umwelt

Aufgrund der steigenden Bevölkerungszahlen ist in den letzten Jahren besonders ein Thema in der Diskussion: Natur- und Umweltschutz. Das deutsche Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit veröffentlichte gemeinsam mit dem Umweltbundesamt Deutschland eine repräsentative Bevölkerungsumfrage zu dieser Angelegenheit. Unter dem Namen „Umweltbewusstsein in Deutschland“ befragten beide Institutionen 2.000 Personen im Jahr 2012. Dabei fanden sie heraus, dass für mehr als ein Drittel der deutschen Bürger Aspekte des Umwelt- und Klimaschutzes zu den wichtigsten Problemen der Gegenwart gehören. Zudem gaben etwa 60 Prozent an, dass die Bundesregierung mehr für den Natur- und Umweltschutz tun solle. Doch im Gegensatz dazu nutzen immer noch genau so viele Menschen das Auto zur Fortbewegung.

Jedes Bundesland hat seinen eigenen Umwelt-Bußgeldkatalog

Jedes Bundesland hat seinen eigenen Umwelt-Bußgeldkatalog

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen bereits, wie wichtig das Thema für die Bevölkerung ist. Auch die Industrie und Wirtschaft verändern sich und entwickeln sich in eine grüne Richtung. Dennoch stehen Bevölkerung und Betriebe vor großen Hürden, die der Umwelt- und Naturschutz mit sich bringen. Seit 1994 arbeitet der deutsche Staat an einem entsprechenden Bußgeldkatalog Umwelt, um Umweltverschmutzung zu sanktionieren. In diesem Artikel soll die aktuelle Umweltpolitik Deutschlands sowie die Strafen gegen den Umweltschutz erklärt werden.

Umweltschutz, Klimaschutz und Naturschutz im Detail

Die beiden Begriffe Umweltschutz und Naturschutz werden häufig gleichzeitig genannt. Dennoch gibt es Unterschiede in der Durchsetzung von diversen Themen seitens der Umwelt- und Naturschützer. Der Bußgeldkatalog Umwelt unterscheidet nicht zwischen den beiden Begriffen.

Der Umweltschutz definiert Maßnahmen, welche das Lebensumfeld der Menschen und deren Gesundheit erhalten. Der Schutz der menschlichen Lebensbedingungen steht an erster Stelle.

Der Umweltschutz beinhaltet folgende Teilgebiete bzw. Ziele:

  • Boden (z.B. Pestizide, welche den Boden unfruchtbar machen)
  • Luft (z.B. Treibhausgase, die die Ozonschicht mindern)
  • Wasser (z.B. Ölschichten, die die Meere verunreinigen)
  • Pflanzen (z.B. Abholzung des Regenwaldes und anderer wichtiger Wälder)
  • Tiere (z.B. Massentierhaltung)

Der Naturschutz zielt eher auf die Erhaltung der Landschaft ab. Ein aussagekräftiges Beispiel hierfür sind die Windkraftanlagen. Umweltschützer sehen darin eine grüne Energiequelle, welche den Kohlenstoffdioxid-Ausstoß reduziert. Naturschützer argumentieren, dass die Anlagen einen Eingriff in die Natur darstellen. Bei verschiedenen Themen können Verbände beider Seiten unterschiedlicher Meinung sein, dennoch haben sie auch in vielen Bereichen wie etwa Umweltverschmutzung eine gemeinsame Ansicht.

Der Naturschutz behandelt hauptsächlich folgende Zielsetzungen:

  • Erhaltung der Vielfalt von Natur, Wildnis und Landschaft
  • nachhaltige Nutzbarkeit der Natur
  • Erhaltung der biologischen Vielfalt

Der Naturschutz gliedert sich noch einmal in den Biotop- und den Artenschutz.

Klimaschutz ist hingegen ein Teilgebiet des Umweltschutzes. Der Begriff definiert verschiedene Maßnahmen, welche der globalen Erwärmung entgegenwirken sowie deren Folgen reduzieren oder gar verhindern sollen. Im Mittelpunkt stehen die ökologische Energieerzeugung sowie klimafreundliche Maßnahmen für verschiedene Bereiche wie beispielsweise den Straßenverkehr.

Was ist Umweltschutz?

Diverse Umweltprobleme verändern tagtäglich die Umwelt und damit das Lebensumfeld, in dem wir uns befinden. Der Umweltschutz oder vielmehr seine Anhänger setzen sich daher dafür ein, dass die Probleme reduziert bzw. verhindert werden. Aufgrund einiger Maßnahmen zum Umweltschutz sollen diese Ziele erreicht werden.

Umweltprobleme können nach ihren betroffenen Bereichen gegliedert werden (Boden, Luft, Wasser, Pflanzen und Tiere) sowie nach ihrem Ort, in dem sie auftreten: lokal, grenzüberschreitend, international und global.

Jede Handlung des Menschen beeinflusst die Umgebung und deren Umwelt. Industrie und Wirtschaft, welche die Menschheit zu Wohlstand bringen, üben Nachteile auf die Landschaft und das darin befindliche Ökosystem aus.

Diese negative Beeinflussung wurde bereits vor vielen Jahrhunderten erkannt. Aus diesem Grund zogen die Menschen weiter, sobald die Auswirkungen zu schwerwiegend waren. In der heutigen Zeit ist dies aufgrund der Überbevölkerung nicht mehr möglich, weshalb es wichtig geworden ist, die Umwelt zu schützen.

Welche Maßnahmen zum Umweltschutz gibt es?

Die Umweltplakette ist eine Maßnahme zum Umweltschutz

Die Umweltplakette ist eine Maßnahme zum Umweltschutz

Im Laufe der Zeit arbeiteten verschiedene Verbände und Institutionen Maßnahmen heraus, welche die Umwelt schützen sollen. Dennoch kamen viele Experten zum Entschluss, dass der Großteil der Bevölkerung diese nicht annimmt, wenn keine entsprechenden Anreize geschaffen und die Menschen nicht zu einem Verzicht gezwungen werden.

Ein Beispiel für die Umweltpolitik Deutschlands stellte die Umwelt- bzw. Abwrackprämie dar. Im Zuge dieser Maßnahme bekamen Autobesitzer, die ihr Fahrzeug verschrotten ließen und sich einen Neu- oder Jahreswagen zulegten, eine Prämie von 2.500 Euro. Eine Bedingung war u.a., dass das neue Auto mindestens der Abgasnorm Euro 4 entspricht. Die Umweltprämie sollte dazu dienen, die Schadstoffbelastung der Luft zu senken und die Wirtschaft anzukurbeln. Die Regierung folgte also ökologischen und ökonomischen Zielen. Diese waren jedoch bis zuletzt sehr umstritten. Dennoch handelt es sich hierbei um eine der vielen Maßnahmen zum Umweltschutz, welche Anreize für den Verbraucher schuf.

Ganz im Gegenteil zur Umweltplakette. Diese wurde nacheinander in verschiedenen Großstädten eingeführt. Die ersten Städte waren Berlin, Köln und Hannover, welche Umweltzonen und die entsprechende Feinstaubplakette am 1. Januar 2008 einführten. Diese Umweltzonen sind Bereiche, welche besonders durch Feinstaub gefährdet sind. Wer diese Bereiche befahren will, benötigt ein Fahrzeug, welches eine bestimmte Feinstaub-Grenze nicht überschreiten darf und eine kostenpflichtige Umweltplakette. Diese Kosten schrecken viele Fahrer ab. Jedoch ist das Bußgeld für Befahren einer Umweltzone ohne gültige Plakette mit 80 Euro dotiert.

Wer die Umwelt anderweitig schützen möchte, kann bereits kleine Schritte tun, die im Gesamtergebnis große Auswirkungen haben können:

  1. Stromfresser entsorgen: Kühlschränke, Waschmaschinen und Co. verbrauchen viel Strom und belasten die Umwelt. Die EU veröffentlichte dazu zahlreiche Verordnungen, welche die Herstellung klimafreundlicher Geräte beschreiben. Diese untersagen sogenannte fluorierte Treibhausgase. Das freiwillige Umweltzeichen „Blauer Engel“ soll Verbrauchern aufzeigen, welche Geräte Umweltbelastungen reduzieren. Meist wird die Energieeffizienz durch Energieeffizienzklassen angezeigt. Das EU-Energielabel muss von jedem Hersteller von Elektrogroßgeräten an diesen angebracht werden. Der Energieverbrauch wird anhand von Buchstaben aufgezeigt, wobei A den niedrigsten Stromverbrauch darstellt. Der sinkende Stromverbrauch zahlt sich dabei auch für Verbraucher und ihre Stromrechnung aus.
  2. Fortbewegungsmittel wechseln: Viele Deutsche nutzen das Fahrzeug, weil es bequem ist. Wenn es aber auch die Möglichkeit gibt, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen, sollte dies getan werden. Kurze Strecken können zudem auch per Fuß erreicht werden. Außerdem hat die deutsche Industrie bereits darauf reagiert. Diverse Firmen bieten sogenanntes Carsharing an, welches ein kurzzeitiges Anmieten von Fahrzeugen darstellt. Der Verbraucher meldet sich beim Unternehmen an und kann dann auf eine Vielzahl von Fahrzeugen zugreifen. Diese Methode ist auch unter Nachbarn und Freunden beliebt und nennt sich hier privates Carsharing. Zudem gibt es eine Vielzahl an Plattformen, auf denen Mitfahrgelegenheiten inseriert werden können. Hierbei trägt eine Person eine Fahrt von A nach B ein. Andere Personen können dann bei ihm mitfahren. Diese Maßnahmen sollen den Verkehr größtenteils in Großstädten entlasten.
  3. Auf ökologische Lebensmittel umsteigen: Umweltorganisationen raten dazu, den Einkauf von Obst und Gemüse auf saisonale Artikel zu beschränken. Erdbeeren, die im Dezember angeboten werden, überqueren meist eine weite Strecke, was wiederum die Luft verschmutzt. Zudem haben sich im Zuge der Umweltpolitik Deutschlands diverse Bio-Labels auf Produkten durchgesetzt. In vielen Regionen gibt es bereits Bio-Warenhäuser oder Bio-Abteilungen in anderweitigen Discountern. Die Produkte, die hier angeboten werden, sind häufig ökologisch hergestellt. Zudem hat sich auch das Fairtrade-Siegel in Deutschland durchgesetzt. Diese Bezeichnung zeigt Verbrauchern, dass diese Produkte aus einem fairen Betrieb stammen. Um das Siegel zu erhalten, prüft die Marke Fairtrade die Ökologie (z.B. umweltschonender Anbau), Ökonomie (z.B. stabile Mindestpreise) und Soziales (z.B. Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter) des Unternehmens.
  4. Wasser sparen: Wasser ist ein wichtiges Gut und sollte daher nicht verschwendet werden. So lautet eine Empfehlung für Verbraucher, Vollbäder zu reduzieren oder gänzlich darauf zu verzichten, um Wasser zu sparen. Zudem können Sie darauf achten, dass der Wasserhahn nicht aufgedreht ist, wenn Sie Ihre Hände einseifen oder sich die Zähne putzen. Geräte wie eine Waschmaschine oder ein Geschirrspüler benötigen viel Wasser. Meist besitzen sie jedoch Sparprogramme, welche zusätzlich Wasser einsparen können.
  5. Abfall richtig entsorgen: Einige Verbraucher benutzen lediglich einen Mülleimer für jedwede Art von Abfall. Besser ist es jedoch, den Hausmüll von Papier und Plastik sowie Verpackungen zu trennen. Alte Lampen gehören in die graue Tonne. Zudem können Sie darauf achten, Plastiktüten einzusparen, indem Sie keine neuen kaufen, sondern vorhandene direkt mit zum einkaufen nehmen.
  6. Richtig putzen: Viele Putzmittel-Hersteller achten bereits darauf, keine Chemikalien bei der Produktion zu nutzen. Dennoch sollten auch Verbraucher noch einmal auf entsprechende Siegel bzw. Beschriftungen achten. Zudem ist es energieschonend, wenn Sie Ihre Wäsche bei 30 Grad waschen.

Eine Maßnahme ist auch der Bußgeldkatalog Umwelt, der hohe Bußgelder für Umweltverschmutzung vorsieht.

Umweltschutz im Betrieb

Maßnahmen zum Umweltschutz im Betrieb

Maßnahmen zum Umweltschutz im Betrieb

Deutsche Unternehmen setzen zunehmend auf Energieeffizienz. Ein betrieblicher Umweltschutz kann gewährleistet werden, wenn alle Mitarbeiter ein Bewusstsein dafür entwickeln.

Folgende Beispiele sollen Hinweise für den Umweltschutz im Betrieb aufzeigen:

  • Umgang mit Papier: wenn möglich, Druckerpapier doppelseitig kopieren bzw. Dokumente per E-Mail verschicken
  • Umgang mit den EDV-Geräten: wenn längere Zeit nicht gearbeitet wird, den Monitor ausschalten sowie den Drucker nach dem Feierabend ausschalten
  • Umgang mit der Beleuchtung: Lampen auch beim kurzen Verlassen des Raumes ausschalten
  • Umgang mit der Heizung: regelmäßig „stoßlüften“, also das Fenster kurz öffnen und die Heizung dabei ausdrehen; Heizung am Abend bzw. Wochenende auf 1 reduzieren sowie die Türen zum Flur schließen, damit dieser nicht mitgeheizt wird
  • Umgang mit Abfall: wenn möglich, Müll und Verpackungen vermeiden sowie spezielle Tonen für besonderen Abfall einrichten, z.B.: Tonerkartuschen, CDs

Ein betrieblicher Umweltschutz ist nicht nur gut für Natur und Umwelt, sondern spart auch Kosten. Mit den richtigen Methoden kann so der Strom- und Wasserverbrauch reduziert werden.

Umweltverschmutzung: Ursachen und Folgen der Umweltbelastung

Weltweit produziert die Bevölkerung viele Umweltprobleme. Sei es aus Industrie, Wirtschaft oder im Privathaushalt: Die Umweltverschmutzung schreitet immer weiter voran.

Die Bevölkerung braucht die Wirtschaft, um Wohlstand zu erlangen. Dennoch führt das Wachstum der Industrie zu großen Umweltproblemen. Aus diesem Grund ist der Umweltschutz wichtiger denn je.

Welche Umweltprobleme gibt es?

Der Begriff Umweltverschmutzung definiert die Umweltbelastung mit Abfällen und gefährlicher Emissionen aller Art. Dazu gehören:

  • Abwasser: Schmutzwasser, z.B. aus Toiletten, Küchen, Waschmaschinen
  • Abgase: gasförmige Abfallprodukte, z.B. aus Fahrzeugen, Verbrennungsanlagen
  • Müll und Abfall, z.B. Glas, Papier, Elektronikschrott, radioaktiver Abfall
  • giftige Schadstoffe, z.B. Nikotin, Quecksilber, Kohlenstoffmonoxid
  • Strahlung, z.B. Elektrosmog, Radioaktivität
  • Lärm: störende, belastende oder gesundheitsschädigende Geräusche, z.B. von einer Baustelle, Verkehr, Flugzeugen
  • Lichtverschmutzung: Aufhellung des Nachthimmels durch Lichtquellen, z.B. von Straßenbeleuchtung, Flutlichtanlagen, Leuchtreklamen

Die globale Umweltverschmutzung begann schon im 15. Jahrhundert

Die globale Umweltverschmutzung begann schon im 15. Jahrhundert

Die Umweltverschmutzung reicht bis zum 15. Jahrhundert zurück, wie Forscher nun herausfanden. Aufgrund der Ausdehnung des Inka-Reichs und deren Herstellung von Bronze entstanden zu dieser Zeit bereits Umweltprobleme. Etwa 100 Jahre später verarbeiteten die Spanier Silber, was für einen Anstieg von Chrom- und Blei-Abfällen sorgte.

Zudem untersuchten Forscher weitere Umweltbelastungen und zeigten damit die Wichtigkeit vom Klimaschutz auf. Ein Team aus Wissenschaftlern untersuchte den Ausstoß von Gasen sowie die Veränderung der Vegetation auf allen Kontinenten in den vergangen 200 Jahren. Das Ergebnis: Die bodennahe Luft hat sich weltweit im Durchschnitt um 0,8 Grad erwärmt. Dabei fanden die Forscher auch heraus, dass die USA, China, Russland, Brasilien und Indien die größten Klimasünder seien. Auf Platz 6 folgt Deutschland. Gemeinsam mit Großbritannien seien all diese Länder für etwa 60 Prozent der Klimaerwärmung verantwortlich.

Doch nicht nur die Ausstöße von Schadstoffen begünstigen den Treibhauseffekt. Der weltweite Temperaturanstieg entsteht zudem auch in Folge der Abholzung der Wälder.

Umweltbelastung: „Treibhauseffekt“

Die globale Erwärmung wurde Mitte des 19. Jahrhunderts beobachtet. Der Effekt beschreibt das Ansteigen der Durchschnittstemperatur auf der Welt und der Meere. Als Hauptursachen sind hier der Treibhauseffekt sowie das Ozonloch zu nennen.

Der Treibhauseffekt besteht aus Treibhausgasen, die die Strahlen der Sonne ungehindert auf die Erde durchlassen. Die Erde besitzt bereits einen natürlichen Treibhauseffekt, der sie im Durchschnitt von etwa – 18 Grad Celsius auf + 14 Grad Celsius erwärmt. Dieser Effekt wird durch Emissionen verschiedener Gase wie Kohlenstoffdioxid und Wasserdampf begünstigt. Die Folge ist die globale Erwärmung und damit das Schmelzen der Polarkappen sowie der Anstieg des Meeresspiegels.

Die Umweltverschmutzung-Folgen lassen sich immer weiter formulieren.

Die starke Ausdünnung der Ozonschicht (auch als „Ozonloch“ bekannt) verschlimmert die Situation außerdem. Die Ozonschicht ist wichtig, da sie den UV-B-Anteil der Sonnenstrahlen hemmt, die das Krebsrisiko bei Lebewesen fördern. Die Gase FCKW und Lachgas zerstören die Ozonschicht jedoch zunehmend.

Umweltverschmutzung wird auch durch private Haushalte verursacht

Umweltverschmutzung wird auch durch private Haushalte verursacht

FCKW wird als Kältemittel beispielsweise für Kühlschränke oder als Treibmittel für Sprühdosen oder Reinigungsmittel verwendet. Lachgas kommt beispielsweise in Düngern bei der Landwirtschaft vor.

Umweltverschmutzung und ihre Ursachen

Umweltprobleme entstehen größtenteils durch die Wirtschaft. Doch auch die Privathaushalte haben einen erheblichen Anteil an der Umweltverschmutzung. Die Ursache hierfür ist die industrielle Produktion, welche das Wasser, den Boden und die Luft verschmutzt. Zudem verbraucht die Industrie Energie und Rohstoffe, welche als Abfälle eine Umweltbelastung verursachen. Die entstehenden Produkte müssen zu Kunden transportiert werden, was wiederum Schadstoffe auslöst. Viele Produkte und deren Abfall sind noch nicht gänzlich wiederverwertbar und lassen sich schlecht von der Natur abbauen.

Eine weitere Ursache der Umweltverschmutzung ist die moderne Landwirtschaft. Riesige Flächen werden gerodet, um Produkte anzubauen. Hierfür werden zusätzlich Chemikalien als Dünger eingesetzt, welche die Böden und schließlich das Wasser vergiften. Der Verkehr sorgt auch für eine zusätzliche Umweltbelastung. Bahnhöfe, Flughäfen und ihre benötigten Flächen wie Schienen, etc. ersetzen wertvollen Boden.

Auch Privathaushalte tragen einen Teil zur Umweltbelastung bei. Der hohe Energieverbrauch sowie der Konsum von Produkten aller Art sorgen für zusätzliche Umweltprobleme.

Luftverschmutzung: Ursachen für die Gefährdungen von Natur und Umwelt

Saurer Regen, Smog und gesundheitliche Probleme von Lebewesen sind nur einige Folgen der Luftverschmutzung. Der Klimaschutz soll entgegenwirken. Doch welche Ursachen finden sich für diese Umweltprobleme?

  • Abgase: Fahrzeuge wie Autos, Lkw, Flugzeuge, etc. sondern Abgase ab, welche die Luft verschmutzen und so Smog verursachen. Sie bewirken Atemprobleme bei Lebewesen und Löcher in der Ozonschicht.
  • Fabriken, Kraftwerke, Büros, Wohnhäuser: Sie alle verbrennen Energieträger wie Öl und Kohle, was wiederum die Luft verschmutzt.
  • Petroleum(-raffinerien): Sie gewinnen Erdöl und setzen dabei u.a. Kohlenwasserstoff frei, was schädlich für das Klima ist.
  • Stromleitungen: Leitungen, die nicht isoliert sind, geben besondere Stoffe frei und verursachen Umweltprobleme.
  • Pestizide: Sie werden gegen Ungeziefer in der Landwirtschaft und auch im privaten Bereich eingesetzt. Pestizide und Insektizide gegen Insekten sind eine große Umweltbelastung.
  • Radioaktiver Niederschlag: Dieser entsteht durch Kernkraftwerke und rieselt als Staub nieder. Das bekannteste Beispiel ist die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl in der Ukraine im Jahr 1986. Die Strahlenbelastung sowie der radioaktiver Niederschlag verschmutzte die Luft und ließ nach einigen Schätzungen etwa 125.000 Menschen schwer erkranken, davon etwa 10.000 tödlich.

Die Folgen dieser und noch weiterer Ursachen betreffen Lebewesen, Natur und Umwelt gleichermaßen.

Umweltverschmutzung und ihre Folgen

Die größte Folge ist auf lange Sicht die Reduzierung oder gar Zerstörung der Lebensgrundlagen des Menschen. Die Umweltbelastung stört andere Ökosysteme, so dass Lebewesen und Pflanzen langfristig vernichtet werden.

Global gesehen, sind einige Folgen der Umweltverschmutzung der Treibhauseffekt, die Vernichtung der Wälder, die Verschmutzung der Weltmeere und die Zerstörung der Ozonschicht. Aus diesem Grund ist die Betreibung des Umweltschutzes wichtig, um die Grundlage des Menschen zu sichern.

Umweltverschmutzung in Deutschland: Ein aktueller Lagebericht

Diverse Institute und Forscher veröffentlichen regelmäßig Berichte über Ortschaften auf der Welt, die am stärksten verschmutzt sind. Chinesische und russische Städte sind hier ganz oben zu finden. Zwar sind deutsche Städte verschont, dennoch trägt Deutschland einen großen Teil zur globalen Umweltverschmutzung bei.

Studien des WWF (World Wide Fund for Nature) ergaben, dass sechs von zehn der klimaschädlichsten Kohlekraftwerke in Europa in Deutschland betrieben werden.

Viele Landwirte nutzen übermäßigen Dünger, um das Wachstum der Produkte anzukurbeln. Dieser dringt jedoch in den Boden und verunreinigt das Grundwasser. Die Privathaushalte verbrauchen zu viel Energie. Die großen Industrieanlagen in Deutschland verschmutzen die Luft durch CO2-Emissionen. Die Folgen sind auch hier der Klimawandel und das Waldsterben. Dazu kommt, dass viele Deutsche keinen Müll trennen oder bedenkenlos Bäume fällen. Die Umweltprobleme und Umweltverschmutzung in Deutschland schreiten tagtäglich voran, weshalb der Umweltschutz und Klimaschutz eine wichtige Rolle im Denken der Bevölkerung einnehmen und aufgrund einer einheitlichen Umweltpolitik durchgesetzt werden muss.

Umweltschutz in Deutschland

Die deutsche Umweltpolitik soll zum Umweltschutz beitragen

Die deutsche Umweltpolitik soll zum Umweltschutz beitragen

Aufgrund der zunehmenden Umweltverschmutzung hat sich eine deutsche Umweltpolitik herauskristallisiert. Dies wurde vor allem wichtig, da sich hier in der Nachkriegszeit ein starkes Wachstum der Wirtschaft aufzeigte. Die intensivsten Sektoren sind dabei Energie, Straßenverkehr, Bau und Chemie. Und genau diese Branchen verursachen den meisten Abfall, weshalb die nationale Umweltpolitik handeln muss. Dabei geht es jedoch nicht nur um die Umwelt in Deutschland, sondern auch um die der gesamten Welt. Oft macht die Umweltverschmutzung nicht vor nationalen Grenzen Halt, so dass die Zusammenarbeit mit anderen Ländern verstärkt wird. Hierfür existieren einige internationale Verträge mit der Europäischen Union (EU) und der Organisation der Vereinten Nationen (UNO).

Die Umweltpolitik in Deutschland hat folgende Ziele:

  • Schutz und Erhaltung der Umwelt
  • Schutz der menschlichen Gesundheit
  • Rationelle Verwendung natürlicher Ressourcen
  • Bewältigung globaler Umweltprobleme

Dabei arbeitet Deutschland eng mit der EU zusammen. Aus diesem Grund beschließt die EU über 80 Prozent des für Deutschland geltenden Umweltrechts. Dies ist nötig, da der Naturschutz in Deutschland über die Ländergrenzen hinweg wichtig geworden ist. Der Umweltschutz wird auch durch den Bußgeldkatalog Umwelt durchgesetzt.

Die EU-Umweltpolitik und damit auch die der Bundesrepublik basiert auf dem Verursacherprinzip. Das bedeutet, dass derjenige, der eine Verschmutzung verursacht, diese auch beseitigen muss.

Das Ziel der europäischen Länder und ihrer Umweltpolitik ist es, bis 2020 alle Treibhausgase in der EU um 20 Prozent zum Wert vom Jahr 1990 zu verringern. Erneuerbare Energien und die Energieeffizienz sollen auf 20 Prozent steigen. Weitere Ziele sind die Erhaltung der Meeresumwelt sowie eine Überarbeitung des Risikobewertungssystems für Chemikalien. Zudem möchte die EU gemeinsam mit allen Mitgliedsstaaten die Luftqualität verbessern, Lärmbelästigung bekämpfen und natürliche Ressourcen nutzen sowie bewirtschaften.

Der Umweltschutz in Deutschland begann in umweltpolitischer Hinsicht im Jahr 1970. Vier Jahre später gründete die damalige Regierung das Umweltbundesamt. Weitere Meilensteine für den Naturschutz und Umweltschutz in Deutschland waren:

  • 1986: Gründung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
  • 1993: Einrichtung des Bundesamtes für Naturschutz

Das Vorhaben, die Umwelt zu schützen, besteht jedoch schon seit geraumer Zeit. Entsprechende Regelungen zur Luftreinhaltung und Gewässerschutz gehen bis zum 19. Jahrhundert zurück. Im Jahr 1935 verankerte Deutschland den Naturschutz erstmals gesetzlich.

Bis heute verabschiedete die Bundesregierung gemeinsam mit der EU diverse Bestimmungen, welchen den Umweltschutz fördern sollen. Eine Maßnahme ist die bereits genannte Umweltplakette, die für das Befahren von Umweltzonen in Großstädten benötigt wird. Eine weitere Maßnahme ist der Bußgeldkatalog Umwelt, der mit seinen hohen Strafen das Verhalten der Bevölkerung in Richtung Umweltschutz bringen möchte.

Der Bußgeldkatalog Umwelt in Deutschland

In den 1970er Jahren forcierte die Umweltpolitik Deutschlands das Ziel, die Umwelt zu schützen. Daraufhin traten mehrere Gesetze diesbezüglich in Kraft:

  • 1972: Abfallbeseitigungsgesetz
  • 1974: Bundes-Immissionsschutzgesetz
  • 1976: Bundesnaturschutzgesetz (Modernisierung: 2002) sowie Wasserhaushalts- und Abwasserabgabengesetz
  • 1980: Chemikaliengesetz
  • 1994: Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz
  • 1998: Bundes-Bodenschutzgesetz
  • 2002: Regelung zum Ausstieg aus der Atomenergie

In Deutschland gibt es derzeit kein einheitliches Umweltschutzgesetz. Vielmehr ist es eine Vielzahl von Gesetzen, die in verschiedenen Gesetzesbüchern festgehalten werden. Allen voran steht Artikel 20a des Grundgesetzes:

Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung. (Quelle: Art. 20a GG)

Dieses Gesetz ist eine sogenannte Staatszielbestimmung. Dies bedeutet, dass der Artikel eine allgemeine Verpflichtung des Staates darstellt. Diese wird auch durch den Bußgeldkatalog Umwelt durchgesetzt, welchen die verschiedenen Bundesländer für sich abänderten.

Warum gibt es mehrere Umweltschutzgesetze?

Bereits Ende der 1970er Jahre forderten Umweltrechtler und Politiker ein einheitliches Umweltgesetzbuch. Alle Umweltschutzgesetze sollten in diesem vereint werden. Ende Januar 2009 erklärte der damalige deutsche Umweltminister, dass der Plan gescheitert sei. Die Bayrische Landesregierung bzw. CSU hatten zuvor heftig dagegen protestiert, so dass die Regierung nicht mehr an einem einheitlichen Umweltschutzgesetz arbeitete.

Der Bußgeldkatalog Umwelt und seine Strafen

Ein einheitliches Umwelt-Bußgeld gibt es daher kaum. Die deutschen Bundesländer haben meist eigene Umweltschutzgesetze. Der Bußgeldkatalog für Umweltschutz steht in vielen Gesetzesbüchern festgeschrieben.

Bei der Benutzung von Fahrzeugen sind unnötiger Lärm und vermeidbare Abgasbelästigungen verboten. Es ist insbesondere verboten, Fahrzeugmotoren unnötig laufen zu lassen und Fahrzeugtüren übermäßig laut zu schließen. Unnützes Hin- und Herfahren ist innerhalb geschlossener Ortschaften verboten, wenn Andere dadurch belästigt werden. (Quelle: § 30 StVO)

Die Bußgelder für unnötige Lärm- und Abgasbelästigung belaufen sich auf 10 Euro. Wer innerorts unnütz hin und her fährt, riskiert ein Bußgeld in Höhe von 20 Euro. Die folgende Tabelle soll die wichtigsten Delikte aus dem Bußgeldkatalog Umwelt aufzeigen:

Vergehen gegen den UmweltschutzBußgeldPunkte
Liegenlassen von Gegenständen auf der Fahrbahn, welche die Gesundheit anderer Verkehrsteilnehmer gefährden60 Euro1 Punkt
Befahren einer Umweltzone ohne eine Plakette80 Euro
Abfallprodukte des Hausmülls falsch entsorgt10 - 100 Euro
Größere Mengen Altreifen falsch gelagert oder entsorgt200 - 2.500 Euro
Widerrechtliches Betreten von abgesperrten Waldflächen15 - 125 Euro
Widerrechtliches Zelten im Wald15 - 100 Euro
Widerrechtliches Werfen von Behältern mit wassergefährdenden Stoffen in ein oberirdisches Gewässer1.000 - 7.500 Euro
Fahrzeug waschen am Gewässer150 - 1.250 Euro

Bußgeldkatalog Umwelt in anderen Ländern

Wie bereits erwähnt, gibt es unterschiedliche Umweltschutzgesetze in den 16 deutschen Bundesländern. Auf den nachfolgenden Internetseiten finden Sie alle Bußgelder, welche die Vergehen gegen eine Gefährdung des Umweltschutzes in Deutschland auflisten.

Der Bußgeldkatalog Umwelt in NRW (Nordrhein-Westfalen) beispielsweise verhängt ein Bußgeld von 510 bis 50.000 Euro für das Einleiten von Mineralöl oder Minerölprodukten in oberirdisches Gewässer. Möchte ein Unternehmen Werbung für einen gesundheitsgefährdenden Stoff schalten, muss es die Gefährlichkeitsmerkmale angeben. Ist dies nicht der Fall kostet der Verstoß ein Bußgeld von 100 bis 10.000 Euro.

Das widerrechtliche Zelten oder Aufstellen eines Wohnwagens in NRW kostet ein Bußgeld von 8 bis 150 Euro (bis zu 10 Tagen).

Um die Umwelt in NRW zu schützen, werden viele Vergehen auch als Straftaten geahndet, so dass das Bußgeld noch einmal steigen kann.

Die Umwelt in Bremen wird auch durch diverse Gesetze und Bußgelder geschützt. So müssen beispielsweise Holzfäller ein Bußgeld von 2.000 bis 50.000 Euro zahlen, wenn sie Bäume im Wald abholzen und keine erforderliche Genehmigung haben. Werden wild lebende Tiere gestört, wird ein Bußgeld von 50 bis 10.000 Euro fällig. Auf den folgenden Seiten finden Sie den Bußgeldkatalog Umwelt für alle Bundesländer.