Gartenrecht und Nachbarschaftsrecht in Deutschland

Wie hoch darf die Hecke sein? Wem gehört der Apfel am Baum? Der Ratgeber rund um den Garten

Das Gartenrecht und Nachbarschaftsrecht in Deutschland

Das Gartenrecht und Nachbarschaftsrecht in Deutschland

Juristisch gesehen ist der Begriff „Gartenrecht“ in keinem Gesetz oder keiner Verordnung zu finden. Gleiches gilt für das Nachbarschaftsrecht.

Doch zwischenmenschlich gesehen, ist das Gartenrecht ein wichtiges Gut, welches bereits dafür gesorgt hat, dass Streitigkeiten zwischen Nachbarn in puncto Garten ad acta gelegt wurden.

Im anwaltlichen Jargon ist das Nachbarschaftsrecht eher unter dem Begriff „Nachbarrecht“ bekannt. Jedes Bundesland in Deutschland besitzt eigene Gesetzesbücher und Verordnungen dazu.

Das Gartenrecht kommt im Wohnungsmietrecht vor, da der Garten meist zu einem Grundstück dazu gehört und deshalb in diesem Wohnraummietvertrag eine Rolle spielt.

Wie hoch dürfen die Zäune im Kleingarten sein? Wie oft darf der Pächter des Nachbargartens grillen? Wie lange darf das Fest von meinem Nachbar im Garten noch gehen? All diese Fragen beantwortet das Bundeskleingartengesetz (BKleingG) in Deutschland. Zudem müssen Sie hier den Vorschriften des Kleingartenvereins Folge leisten. Diese Vorschriften zum Gartenrecht sind individuell, da fast jeder Kleingartenverein selbst noch einmal regelt, wie hoch die Grenzhecke sein darf.

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Frage 1 zum Gartenrecht und Nachbarschaftsrecht: Was ist eine Grenzbebauung?

Im Gartenrecht ist dieses Thema meist sehr wichtig. Die Grenze eines Grundstücks von einem Haus markiert meist eine Hecke, ein Zaun oder eine Mauer im Garten. In dem Fall ist dies eine Grenzbebauung. Doch wer legt fest, wo die Grenze vom Grundstück ist? Dies finden Sie im Grundbuch des Grundstücks. Wenn die Grenze nicht sicher ist, können Sie auch die zuständige Kataster- und Vermessungsbehörde zurate ziehen.

Wenn Sie sich mit Ihrem Nachbarn Pflanzen oder eine Hecke auf der Grenze teilen, wird auch oftmals im Rahmen vom Gartenrecht von einer Grenzbepflanzung gesprochen. Beide Nachbarn kümmern sich um das Schneiden der Hecke oder der Pflege des Zaunes. Natürlich kann auch einvernehmlich entschieden werden, dass sich lediglich ein Nachbar darum kümmert.

Im Nachbarschaftsrecht gekramt: Zaun, Zaunhöhe und Mauer

Beispielsweise laut Berliner Nachbarrechtsgesetz gibt es eine Einfriedungspflicht, sodass jeder Grundstücksbesitzer verpflichtet ist, einen Zaun um seine rechte Seite vom Grundstück zu errichten. Der linke Nachbar kann dies sogar verlangen. Die Zaunhöhe ist hier mit etwa 1,25 m benannt.

In anderen Gesetzen ist dies wiederum anders, sodass Sie das jeweilige Nachbarrecht und Gartenrecht einsehen sollten, um die genauen Zahlen zu erfahren. Zudem finden Sie weitere Informationen im lokalen Bebauungsplan. Dort ist festgeschrieben, ob die Einfriedung eine Hecke, eine Mauer o. Ä. sein darf sowie wie hoch diese sein kann.

Frage 2 zum Gartenrecht und Nachbarschaftsrecht: Wie hoch darf die Hecke sein?

Die Hecke zum Nachbarn ist auch in den Gesetzen der Bundesländer genannt. Diese ist proportional zum Abstand zur Grundstücksgrenze. In Sachsen darf so beispielsweise die Hecke maximal zwei Meter hoch sein, wenn der Grenzabstand zur Hecke 50 Zentimeter beträgt.

Die Höhe der Hecken kann aber auch jede Kommune selbst regeln, sodass Sie sich ebenfalls beim zuständigen Ordnungs- oder Umweltamt informieren können.

Frage 3 zum Gartenrecht und Nachbarschaftsrecht: Kann ich den Baum beseitigen?

Beim Nachbarschaftsrecht ist es wichtig, wie weit der Baum von der Grundstücksgrenze entfernt steht

Beim Nachbarschaftsrecht ist es wichtig, wie weit der Baum von der Grundstücksgrenze entfernt steht

Im Nachbarrecht sind auch Bäume und deren Grenzbepflanzung definiert. Je näher der Baum an der Grenze steht, desto mehr steigt die Chance, den Baum oder die Hecke beseitigen zu lassen.

Stehen die Bäume aber nicht auf dem Nachbargrundstück, sondern auf der Grenze, muss auch der Nachbar vor der Beseitigung befragt werden. Denn in diesem Fall gehört der Baum beiden Parteien. Sollte nur ein Eigentümer in diesem Fall den Baum zurechtschneiden oder gar fällen, hat der zweite Eigentümer Anspruch auf Schadensersatz.

Zudem muss in puncto Nachbarschaftsrecht und Bäume der Mindestabstand zur Grenze im Garten beachtet werden. Auch diesen legt das jeweilige Bundesland wieder individuell fest.

Wird er nicht eingehalten, kann der angrenzende Grundstückseigentümer einen Rückschnitt oder gar die Beseitigung verlangen.

Hierbei ist aber zu beachten, dass im Gartenrecht und Nachbarrecht auch eine Verjährung eintreten kann. Diese Frist dauert in der Regel fünf Jahre. So ist es beispielsweise in Bayern der Fall, dass der gestörte Nachbar die Beseitigung nicht mehr verlangen kann, wenn der Baum bereits seit fünf Jahren näher als 0,5 m an der Grenze zum Grundstück steht.

Stehen Bäume und Sträucher im Rahmen vom Nachbarrecht im ausreichenden Abstand zur Grenze, hat der Nachbar in der Regel keine Chance, die Beseitigung zu verlangen. Um den Streit mit Nachbarn zu vermeiden, lohnt es sich, das Gespräch zu suchen. So können Anwalts- oder gar Gerichtskosten gespart werden.

Ohne einvernehmliche Lösung im Garten geht es aber auch. Das zeigte das Amtsgericht Hamburg-Blankenese im Februar 2014. Hier fiel zweimal ein dicker Ast vom Grenzbaum auf das Grundstück des Nachbars. Das Gericht sprach von einer konkreten Gefährdung – der „Störer“ wiederum wollte nach mehrmaliger Aufforderung des Nachbars den Baum nicht zurückschneiden. Kurzerhand übernahm der Nachbar das Prozedere, was das Amtsgericht als rechtskonform beurteilte.

Das bedeutet, dass der Nachbar nun nicht mehr fragen muss, ob er das machen darf. Kümmert sich der Grundstückseigentümer nach zweimaliger Aufforderung nicht darum und besteht zudem eine konkrete Gefährdung, ist das selbstständige Zurückschneiden rechtmäßig.

Fällt übrigens ein Apfel oder anderweitiges Obst auf das Grundstück des Nachbars, gehört es ihm laut Gartenrecht auch. Hängt es hingegen noch am Ast, gehört es demjenigen, dem auch der Baum gehört bzw. das Grundstück, auf dem selbiger steht.

Frage 4 zum Gartenrecht und Nachbarschaftsrecht: Wann ist es Lärm?

Im Nachbarrecht müssen Bäume einen bestimmten Abstand zur Grenze des Nachbargründstuckes besitzen

Im Nachbarrecht müssen Bäume einen bestimmten Abstand zur Grenze des Nachbargründstuckes besitzen

Besonders in den Sommermonaten sind Grillfeste beliebt. Für die Nachbarn hingegen können sie zur Belastungsprobe werden. Die Anzahl der Feste ist nirgendwo gesetzlich festgelegt; sie hängt vom Einzelfall ab. Das sagen einige Urteile:

  • Amtsgericht Berlin-Schöneberg im Oktober 2007: 20- bis 25-mal im Jahr bis 21 Uhr für maximal zwei Stunden im Garten ist in Ordnung
  • Oberlandesgericht Oldenburg im Juli 2002: viermal im Jahr bis 24 Uhr im Garten ist möglich

Grundsätzlich ist Lärm zwischen 22 und 6 Uhr zu vermeiden, da in diesem Zeitraum die gesetzliche Nachtruhe herrscht. Es ist wichtig, was im Mietvertrag steht. Dort kann sogar das Grillen auf Balkon oder Terrasse verboten werden.

Eine einheitliche Verordnung zum Nachbarschaftsrecht in puncto Kinderlärm ist auch nicht gegeben. Oftmals urteilen die Gerichte, dass Lärm von Kindern – auch im Garten – natürlich ist und hingenommen werden müsse. Auch, wenn das Kind in der Nacht weint oder während der Nachtruhe schreit, ist dies erlaubt. Bei übermäßigem Krach, der zudem auch noch lange andauert, kann sich jedoch ein Nachbar beim Vermieter beschweren oder gar gerichtlich dagegen vorgehen.

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61 Kommentare

  1. Bernd B. sagt:

    Mein garten besteht vorwiegend aus Ziersteinen . Nachbars 5 m Tanne die ca 50 cm an der Grenze steht macht täglichen Müll ..tannenäste .. Zapfen ..usw in diese Steine ,die ich von Hand auslesen muss . Streucher wachsen auch über den Zaun , die bei mir Dreck machen . Eine weitere Tanne ragt auf mein Gartenhaus das davon beschmutzt wird und das Dach verdreckt .. Ich hab sie schon mal angesprochen aber es passiert nix

    • verena sagt:

      Wir haben ein neu erbautes Haus und Grundstück gekauft, dass zuvor Berliner Polizeigelände war. An der Stirnseite unseres Gartens grenzt eine Gartenkolonie-Grundstück. Wir haben eine Hecke geplanzt mit dem vorgeschriebenen Abstand zur Grundstücksgrenze. Die vorhandenen Bäume und Sträucher des Gartengrundstücks liegen allerdings zu nah an der Nachbarschaftsgrenze. Können wir darum bitte, die Sträucher zu versetzen, damit wir im späteren Fall ohne Probleme unsere Hecke von „hinten“ beschneiden können?

      Danke vorab!

      • bussgeldkatalog.org sagt:

        Hallo Verena,

        § 27 des Berliner Nachbarrechtsgesetzes können Sie die Grenzabstände für Bäume und Sträucher entnehmen. Werden diese Werte unterschritten, kann eine Versetzung möglich sein. Eine Ausnahme besteht allerdings, wenn bereits die Verjährung – in der Regel nach fünf Jahren – eingetreten ist.

        Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  2. Sand nell-rose sagt:

    Wie hoch darf die Pergola sein

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Sand nell-rose,

      eine Pergola die unter 2 m ist muss einen Abstand von 0,5 m einhalten. Ist diese höher als 2 m muss der Abstand zum Nachbarn mehr als 0,5 m betragen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  3. Fml sagt:

    Hallo 🙂
    Ich habe eine Frage dazu, wann darf etwas als Garten bezeichnet werden. Ich möchte Umziehen und zu der Beschreibung einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus steht „Gartenmitbenutzung“. Dieser „Garten“ ist jedoch komplett gepflastet und unter einem Abdach stehen besteht die Fahrräder Auch stehen die Mülltonnen in einer Ecke. Außerdem wird es als Durchgang zum Keller und zum Fahrradständer genutzt. Eine ältere Dame pflanzt dort freiwillig, ohne Auftrag der Besitzer oder Hausverwaltung und in ihrer Freizeit in Blumentöpfen Hortensien an. Diese Fläche ist ca. 20qm groß.

    Kann das als Garten bezeichnet werden und dann dementsprechend die Miete erhoben werden?

    Vielen Dank

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Fml,

      ob Ihre Beschreibung auf einen Garten zutrifft, ist fraglich. Allerdings ist es für die Nettokaltmiete unerheblich, ob es sich um einen Garten oder lediglich um einen Hof handelt. Maximal in den Nebenkosten spielt der Garten eine Rolle, wenn dort die Gartenpflege aufgeführt wird. Wird diese dort abgerechnet, aber offensichtlich nicht kostenpflichtig durchgeführt, ist dies ein Grund mit dem Vermieter zu reden.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  4. Jutta E. sagt:

    Hallo
    mein Nachbar möchte an unserem Maschendrahtzaun einen ca. 2 m hohen Holzzaun anbringen, ohne mich zu fragen. Ich möchte dies aber nicht, da es nicht zu den Grundstücken hinein passt.
    Was kann ich tun ?
    Wäre schön von Ihnen schnellstens zu hören ,denn dieser Mann meint er könne sich alles erlauben.
    Im Voraus besten Dank
    Mfg. J.Euler

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Jutta E.,

      die Regelungen bezüglich der Nachbarschaftsgrenzen und deren Bebauung sind je nach Bundesland verschieden. Auch die Bauordnung der einzelnen Städte und Gemeinden muss diesbezüglich beachtet werden. Sie können sich hier bei dem zuständigen Bauamt und auch beim Ordnungsamt erkundigen, welche Vorgaben für Ihren Wohnort gelten.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  5. Wolfgang sagt:

    Hallo,

    Unser Garten ist seit Kauf des Hauses vor 11 Jahren mit Thujen und Lorbeersträuchern umwachsen. Diese sind seit dem immer auf 3,50m Höhe gewesen und liegen ziemlich nah am Zaun (wenn überhaupt ca. 0,5 m).
    Der Nachbar baut nun seinen Garten neu (mit neuem Zaun…soll ca. 1,20m hoch werden) reißt seine Bäume raus und möchte, dass ich unsere Sträucher zu seiner Seite hin auf ein „normales Maß“ zurückschneide, damit er Sonne abbekommt.
    Frage nun: warum sollte ich das jetzt nach 11 Jahren tun? 🙂 Gibt es sowas wie Bestandsschutz? Vorher hat es ihn ja auch nicht gestört…und was wäre das „normale“ rechtlich vertretbare? (Wohnort in NRW)
    Danke für Antworten vorab‘
    viele Grüße Wolfgang

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Wolfgang,

      maßgebend für Sie ist das Nachbarrechtsgesetz (NachbG NRW). Maßgebend ist der § 41 bzw. § 42. Je nachdem, ob Ihre Sträucher als Hecke bezeichnet werden können. Für Hecken gilt ein Abstand von einem Meter, wenn diese 2 Meter übersteigt. 50 Zentimeter sind ausreichen, wenn die hecke unter 2 Metern bleibt. Für einzelne Ziersträucher gilt, dass diese einen Abstand von einem Meter zum Grundstücks des Nachbarn einhalten müssen. Die dürfen in der Höhe nicht das Dreifache des Abstands überschreiten. Demnach stünde der Lorbeer zu nah an der Grenze. Zu prüfen wäre, ob § 47 zutreffend ist. Nach diesem ist der Anspruch auf Beseitigung nach 6 Jahren ausgeschlossen. Dies sollten Sie aber durch einen Anwalt genau prüfen lassen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  6. MeCa sagt:

    Hallo,

    wir wohnen in einem minikleinen Reihenhaus (Eigentum). Die neuen Nachbarn sind seit 2 Jahren nicht in der Lage den Garten – wie auch immer – zu gestalten. Zwei Meter hoch stehendes Unkraut im ganzen Garten wurde im letzten Sommer gemäht, anschließend die Fläche mit Unkrautvernichter begossen. Ein alter Baum wurde gefällt, die Reste befinden sich überall im Garten, die Wurzeln und der Stumpf sowieso. Außerdem gibt es dort einen großen Haufen von altem Erdaushub, liegengelassene Gartengeräte kreuz und quer und langsam vergammelnde und bisher nicht verwendete Baumaterialien: Es sieht aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen und anschließend sei dieser „Garten“ zum Müllplatz verkommen.
    Frage: Gibt es irgendwo im Nachbarrecht von Nds. eine gesetzliche Regelung, dass ein vorhandener Garten in irgendeiner Form halbwegs ästhetisch zu gestalten ist? Oder habe ich das Recht, meinen Garten zur Müllkippe verkommen zu lassen? Wohlgemerkt: Wir leben hier auf allerengstem Raum zu unseren Nachbarn! Breite der Gärten 4 – 5m.
    Ich würde mich sehr über eine klare Antwort freuen! Danke!

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo MeCa,

      da kann man leider nicht viel machen. Im Nachbarschaftsrecht werden in diesem Zusammenhang nur Bestimmungen zur Bepflanzung (meist bezüglich es Abstands zum Nachbargarten und der Höhe) beschrieben. Ansonsten sind die Eigentümer frei, mit ihrem Garten zu tun, was sie wollen. Anders würde es sich verhalten, wenn giftiger Müll auf dem Grundstück wäre, welcher das Grundwasser gefährden könnte. Auch Änderungen an der Bausubstanz (z. B. illegale Gebäude und Verschläge) könnten angezeigt werden. Da das ästhetische Empfinden der Menschen aber verschieden ist, gibt es keine allgemeine Regel zu Ordnung und Sauberkeit.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  7. Nic0910 sagt:

    Guten tag , habe folgendes Problem , habe letztes Jahr einen Kleingarten gepachtet und von einem Vorgänger übernommen , nun hat sich zum 31.12.2016 der Vorstand asu dem staub gemacht , und ich weis nicht an wen ich mich wenden kann … Problem ist nämlich das ich meinen Vertrag kündigen möchte aufgrund der Lage das ich kein wasser hatte im sommer da ein Rohrbruch vorlag der aber nicht repariert wurde obwohl ich wirklich schon damit genervt habe das ich wasser brauche . Jetzt die Frage – Kann man einen Kleingartenpachtvetrag kündigen wenn man einen Zugesicherten Wasseranschluss hat der aber nicht Funktionierte ?? Und an wen kann ich mich nun wenden wo kein Vorstand mehr da ist ??

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo,

      Sie können den Pachtvertrag jeweils zum Ende des Pachtjahres kündigen. Richten Sie die schriftliche Kündigung an Ihren Verpächter.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  8. Didi sagt:

    Hallo,
    wir wohnen in einem Reihenhaus – mittig – (Sachsen). Unsere Gärten sind ca. 7m breit und ca. 20m lang. Das nachbarschaftliche Verhältnis ist, bis auf das anpflanzen von Tannen o.K. Unser Nachbar hat auf diesen ca. 140 qm bereits 5 „stolze“ Tannen von 6m – 10m Höhe und beabsichtigt im Frühjahr eine weitere Tanne zu pflanzen….ist dies rechtlich in Ordnung?

    vielen Dank
    VG
    Didi

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo,

      sofern Ihr Nachbar den gesetzlichen Mindestabstand zu Ihrem Grundstück – in der Regel ein Meter – einhält, ist dies erlaubt.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  9. Kerstin T. sagt:

    Hallo,
    wir haben hinter unserer Scheune noch Gartenland was auch so im Flächennutzungsplan (Brandenburg) ausgewiesen ist. Da auf dem Hof kein Platz für ein weiteres Auto ist, wir dieses aber nicht auf der Straße stehen lassen wollen, haben wir es immer am Wochenende hinter der Scheune im Garten geparkt. Haben jetzt ein bisschen Stress mit dem Nachbarn und sind uns unsicher ob das überhaupt gestattet ist?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Kerstin,

      sofern Sie dafür Sorge tragen, dass keine Flüssigkeiten austreten, sollte dies erlaubt sein.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  10. Mama sagt:

    Hallo,

    Mein Nachbar installiert gerade im Doppelstabmattenzaun zwischen unseren Grundstücken einen Windschutz, der meine Aussicht behindert und meinen Garten verunschönt. Hätte er mich vorher informieren müssen, WIE dieser Windschutz aussehen wird?

    Vielen Dank von Mama

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo,

      die Vorschriften zu Sichtschutzwänden variieren je nach Bundesland bzw. je nach Gemeinde. Sie können beim zuständigen Bauamt nachfragen, welche Regelungen in Ihrem Fall einzuhalten sind.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  11. A. Klostermann sagt:

    Sträucher auf unserer Gemeinschaftsfläche in der Kleingartenanlage wurden abgesägt. Damit die nicht wieder austreiben ist ein Pflanzen- oder Wurzelgift ausgegeossen worden, das im Erdreich versickerte. Ist so etwas statthaft? Um welches Gift es sich handelte ist unbekannt. Nur das Erdreich sah danach braun und verbrannt aus.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo,

      je nachdem, welches Gift verwendet wurde, kann ein Verstoß vorliegen. Auf befestigten Flächen – etwa Wegen oder Terassen – darf grundsätzlich kein Pflanzengift verteilt werden.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  12. E.S. sagt:

    Hallo liebe Redaktion,
    ich suche die Lösung für ein Problem über dass man, wäre es nicht so ärgerlich, lachen könnte.
    Wir sind vor einiger Zeit in eine 1-2 FHsiedlung in eine Kleinstadt gezogen. Das Grundstück zu einer Nachbarin ist durch einen Maschendrahtzaun, der an Holzpfählen befestigt ist, begrenzt. Es wurde uns zu früherer Zeit bereits mitgeteilt, dass es sich um das Eigentum der Nachbarin handelt. Jetzt sind von den ca 20 Pfählen 3-4 Pfähle am Boden abgefault und umgefallen. Doch anstatt IHREN Zaun durch ersetzen der maroden Pfähle zu reparieren, legt sie den Zaun, teilweise beschwert mit Steinen, immer wieder auf mein Grundstück bzw. auf die da stehenden Rhododendronbüsche.
    Mündlichen Interventionen entgegnet sie, dass sie damit verhindern möchte. dass Unkraut auf ihr Grundstück wächst.
    Was ist zu tun. Strafanzeige oder Klage?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo,

      leider dürfen wir keine Rechtsberatung anbieten und verweisen daher auf einen Anwalt.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  13. Sabine sagt:

    Hallo,
    wir besitzen ein unbebautes Grundstück, dort wächst nur wilde Wiese.
    Jetzt kommt der Nachbar auf uns zu und beschwert sich. Wir sollten doch das Grundstück pflegen und die Wiese abmähen.
    Sind wir dazu verpflichtet?
    LG,
    Sab.

  14. Mama sagt: sagt:

    Unser Nachbar hat auf der Grundstücksgrenze einen Holzzaun.
    wir haben einen eigenen Zaun dahinter errichtet, da wir eine Tannenhecke dahinter haben.
    Frage:darf er den Zaun weiter erhöhen?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Mama sagt,

      unbegrenzt wird ihr Nachbar den Zaun wohl nicht erhöhen dürfen. Allerdings sollten Sie für konkretere Auskünfte einen Anwalt befragen.

      Ihr Bussgeld-Info Team

  15. Simone sagt:

    Hallo…

    Ich habe seit 3 jahren einen neuen Nachbar.
    0,5 m von der Grenzmauer entfernt wächst eine Linde (selbstausgesäht) die mittlerweile fast 4m hoch ist…

    Kann ich ihn noch immer auffordern diese bitte zu entfernen? Auch wenn ich nicht genau weiß wie alt der Jungbaum ist?

    Liebe grüße
    Simobe

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Simone,

      auffordern können Sie den Nachbarn durchaus. Ob er Ihren Aufforderungen nachgeht, ist dabei die andere Frage. Sollte die Sache vor Gericht gehen, müsste der Nachbar darlegen und beweisen, wie alt der Baum ist.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  16. Lielo sagt:

    Wir wohnen im Reihenhaus und der anschließende Garten ist ca. 6m breit.Unser Nachbar hat einen Sprenger ca. -,50 cm von der Grenze aufgestellt (1,20 m hoch) und begießt sein Grundstück ungefähr 1 Stunde. Der Sprenger stoppt senkrecht und das Wasser prasselt auf die Pflanzen, natürlich auch auf unser Grundstück. Er setzt weder den Sprenger weiter auf sein Grundstück noch drosselt er den Druck. Wir möchten sein „Begießen“ unseres Grundstücks nicht. Was kann man tun? Reden mit ihm hilft nicht! LG

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Lielo,

      helfen Gespräche nicht, bleibt als letzte Möglichkeit in der Regel nur noch der Gang zum Anwalt übrig.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  17. Martin sagt:

    Hallo wir haben einen Pacht garten in einer Kleingartenanlage,die Rückwand unseres Hauses grenzt an die Rückwand des Nachbarn,der Durchgang ist ca 1,20m Breit,an unserer Rückwand haben wir seit ca 5jahren unser Brennholz gelagert was ca 30cm von unserer Wand abgeht,nun verlangt der Nachbar das wir dieses Holz wegräumen aus Angst seine Rückwand könnte Schäden nehmen.Kann er das verlangen?? Desweiteren hat er nun eine Mauer aus Pflanz steinen aufgestellt zu unserer Rückwand so das wir kaum noch hinters Haus können.Der Zwischengang wird seit Jahren von beiden genutzt allerdings ist das Tor an unserer Hauswand befestigt,wem gehört dann das Tor und kann ich den Durchgang dann verbieten,die Haupteingänge liegen vorne raus,Danke

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Martin,

      wem das Tor gehört, lässt sich nur mit genauen Informationen zu den Örtlichkeiten beantworten. Vielleicht lässt sich dies den Statuten der Kleingartenanlage entnehmen. Befindet sich das Holz auf Ihrem Eigentum und geht keine Gefährdung davon aus, sollte eigentlich nichts dagegen sprechen, es dort zu belassen. Für weitere Fragen sollten Sie sich an einen Anwalt wenden.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  18. Nico sagt:

    Hallo,

    mein Nachbar hat im hinteren Teil seines Gartens einen Apfelbaum. Der Stamm ist in ausreichendem Abstand zu meinen Grundstück gepflanzt jedoch ragen die Äste bis zu 1,5m auf mein Grundstück über. An sich kein Problem, jedoch landen die reifen Äpfel in größeren Mengen bei mir was zu einem Haufen verfaulter Früchte in meinem Grten führt wenn ich sie nicht regelmäßig wegräume. Gibt es hierzu eine Regelung? Das Verhältnis zum Nachbarn lässt leider keine pragmatische Lösung zu…Darf ich die überstehenden Äste absägen?

    Des Weiteren ist sind die Grunstücke durch Hecken, Sträucher etc. voneinander getrennt. Nachbar hat diese nun beigeschnitten, auf seiner Seite sowie die Spitzen. Ein Teil der abgeschnittenen Äste, Zeige, etc. liegt nun auf meinem Grundstück. Wer sit für die Entsorgung verantwortlich??? Danke für Antworten!!
    Gruß

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Nico,

      wenn es sich um eine Grenzbepflanzung handelt, sich also die Hecke genau zwischen den Grundstücken befindet, gehört das Gewächs beiden Parteien. Beide Nachbarn müssen dann klären, wer das Schneiden und die Entsorgung übernimmt. Bezüglich der ersten Frage können wir § 910 BGB zitieren: (1) Der Eigentümer eines Grundstücks kann Wurzeln eines Baumes oder eines Strauches, die von einem Nachbargrundstück eingedrungen sind, abschneiden und behalten. Das Gleiche gilt von herüberragenden Zweigen, wenn der Eigentümer dem Besitzer des Nachbargrundstücks eine angemessene Frist zur Beseitigung bestimmt hat und die Beseitigung nicht innerhalb der Frist erfolgt. (2) Dem Eigentümer steht dieses Recht nicht zu, wenn die Wurzeln oder die Zweige die Benutzung des Grundstücks nicht beeinträchtigen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  19. helga sagt:

    Ich habe mal eine Frage .
    Bei uns vor dem Grundstück hat die Gemeinde Ahornbäume gepflanzt.
    Nun sind sie so groß das die Samen alle in meinen Garten fallen .
    Ich spreche da von Millionen Meine Beete sehen aus wenn dort Rasen zwischen meine Sträuchern gesät wäre .
    Kann ich da was mache ??
    MfG Helga M.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo helga,

      grundsätzlich kann ein Bürger auch gegen behördliche Handlungen vorgehen. Es gibt hierbei zahlreiche Vorgehensweisen und Klagearten. Welche in diesem Fall die einschlägige ist, kann Ihnen ein Rechtsanwalt für öffentliches Recht beantworten.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  20. Stephanie sagt:

    Grüße.
    Ich hoffe hier kann mir vielleicht Jemand helfen.
    Mein Mann und ich haben einen Garten in einem Gartenverein gepachtet, durch viele persönliche und berufliche Umstände (Komplikationen bei der Geburt unserer Tochter, Sterbefall in der Familie, neue Arbeit meines Mannes…) sind wir zeitlich und finanziell nicht in der Lage den Garten nach Anforderungen des Vereins zu bewirtschaften. Daher möchten wir den Garten gerne verschenken (bzw haben bereits einen Nachpächter gefunden).
    Da die Vorsitzende des Gartenvereins aber einen persönlichen Groll gegen uns hegt, da wir ihr einmal widersprochen haben (worauf wir gleich eine SMS mit den Worten „…Vorsitzende haben einige Befugnisse…“ bekommen haben), stimmt sie dem neuem Pachtvertrag nicht zu und hat sich mit dem Kreisverband in Verbindung gesetzt, damit wir Auflagen und eine Abmahnung erhalten. Wir haben uns mehrfach jetzt schon an den Kreisverband gewendet und unsere Sicht der Dinge geschildert, sowie darum gebeten, dass wir den Garten abgeben dürfen, an Jemanden der mehr Zeit hat sich darum zu kümmern, was meiner Meinung nach im Interesse aller Beteiligten wäre. Jedoch erhalten wir von da keinerlei Rückmeldung. Es tut mir leid wenn ich das so sagen muss, aber eine Befangenheit des Kreisverbandes ist nicht auszuschließen, da beide hier im selber Ort ansäßig sind und sofort auf Anfrage der Frau reagiert wird, aber unsere Briefe völlig ignoriert werden. In unserer Verzweiflung haben wir uns sogar an den Landesverband gewendet, dieser fühlt sich jedoch nicht dafür zuständig, und hat unser Schreiben weitergeleitet an den Kreisverband. Von dem wir keine Reaktionen erhalten. Auf eine Anfrage an den Landesverband an wen wir uns denn übergeordnet wenden können, da wir eine Befangenheit befürchten, erhalten wir ebenfalls keine Antwort.
    Ich bin mitlerweile völlig verzweifelt, da das ganze schon in richtigen Psychoterror ausartet.

    Daher meine Fragen:
    Gibt es denn niemanden an den wir uns wenden können, damit wir den Garten abgeben können? Es ist uns ja sogar egal ob an den Gartenverein oder sonst wen. Es geht uns hier ja noch nichtmal ums Geld, wir wollen einfach nur noch raus und man lässt uns einfach nicht. Wie gesagt wir hätten sogar einen Nachpächter der den Garten sofort übernehmen würde, so wie er ist.

    Und müssen wir mit rechtlichen Konsequenzen rechnen (Bußgeld oder sonstiges) wenn wir den Weg der Kündigung durch den Gartenverein gehen? Da wir mittlerweile so verzweifelt sind und nicht wissen wie wir sonst dort rauskommen (schon traurig, dass man solche Wege in Betracht ziehen muss).

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Stephanie,

      in diesem komplizierten Fall ist die Beratung durch einen versierten Anwalt anzuraten.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  21. Christa sagt:

    Hallo
    Ich habe eine Frage.
    Unser Nachbar hat einen Bauplatz wo er nie bebauen wird, er kommt zweimal im Jahr um den Bauplatz zu mähen. Jetzt kam er und hat gesagt ( in einem nicht netten Ton ) das wir unsere Hecken weg machen müssen da sie zu näh an der Grenze ist 70cm abstand zu Hecke… Er meinte noch das er Einspruch herheben darf 5 Jahre lang.. Was meint er damit ??? Wir wohnen schon 7 Jahre in dem Haus und die Hecke steht bestimmt da schon seit 12 Jahren oder länger weil die wo davor in dem Haus gewohnt haben die Hecke gepflanzt haben… Also wäre es doch dann verjährt ?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Christa,

      die jeweiligen Regelungen zum Garten- und Nachbarschaftsrecht sowie zur Verjährung können sich je nach Kommune unterscheiden. Sie sollten sich einmal bei der zuständigen Behörde informieren. In der regel tritt die Verjährung jedoch nach fünf Jahren ein.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  22. Jing sagt:

    ich bin seit 3 Jahren Eigentümer von einer landwirtschaftlichen Fläche. Darauf gibt es Verzäunung und eine kleine Gartenhütte, welche längst vom Verkäufer gebaut wurde, wahrscheinlich über 20 Jahren. Nun kommt ein Amt zu uns, fordert den Abbau mit Bußgeld bis zu 50.000 EUR, gem. s.g. Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG). Ich habe argumentiert, dass die Sachen längst vorhanden sind, und der Eingriffverursacher der Verkäufer ist. Das Amt meint Beweislast auf unserer Seite und Eigentümer in solchem Fall in der gleichen Verantwortung wie Eingriffverursacher.
    Was kann ich jetzt machen? Gibt es ggf. Anwalt in der Nähe von Frankfurt/M zu empfehlen?
    MfG, Jing H.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Jing,

      ein Anwalt ist in diesem Fall der beste Ansprechpartner. Informationen über geeignete Anwälte kann Ihnen beispielsweise die zuständige Rechtsanwaltskammer liefern.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  23. Sylvie sagt:

    Der Sohn unseres Nachbarn und teilweise auch dessen Freund fahren fast täglich in ihrem Garten Motorcross. Ist das gestattet, müssen die Nachbarn diesen Lärm dulden?
    MfG

  24. Bettina sagt:

    Meine Nachbarn haben einen Zaun zwischen unseren Reihenhausgärten direkt auf die Grundstücksgrenze gesetzt und verlangen von mir, dass ich mit Pflanzen einen Abstand von mind. 30 cm einhalte, damit die Pflanzen den Zaun nicht berühren. Ist es rechtens, den Zaun direkt auf die Grenze zu setzen und dann noch von mir Abstand zu verlangen? MFG Bettina

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Bettina,

      in der Tat ist in vielen Bundesländern ein Mindestabstand Pflicht.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  25. Edermayr sagt:

    Hallo. Wir haben eine Eigentumswohnung mit Garten. Im Garten wächst ein Korkenzieher Haselnuss Baum Dieser hat eine Höhe von ca 3 m wie groß muss der Abstand zum darüber liegenden Balkon sein.? Wie hoch darf der Baum wachsen?
    MfG Edermayr .

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Edermayr,

      es gibt zwar gesetzlich geregelte Grenzabstände für Bäume und Sträuche, allerdings fallen diese von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich aus. Am besten informieren Sie sich beim jeweiligen Amt Ihrer Gemeinde (z.b. Grünflächenamt oder Bauamt) über die bei Ihnen gültigen Abstände zum nächsten Grundstück und die Wuchshöhe. Handelt es sich generell um Eigentumswohnungen, könnten Sie auch bei der nächsten Eigentümerversammlung dieses Thema ansprechen und direkt mit Ihren Nachbarn gemeinsam die beste Lösung finden, falls diese sich vom Baum gestört fühlen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  26. Peter sagt:

    Hallo, wir haben zu unserem Nachbargrundstück eine auf der Grenze stehende Garage, das war schon immer so!
    Nun hat der Nachbar, ohne mit uns zu sprechen, die komplette Wand mit Efeu bepflanzt und lässt es wuchern!
    Ist a, die Bepflanzung überhaupt statthaft und b, wer muss die über die Garage wachsenden Pflanzen schneiden?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Peter,

      generell gilt, dass das Übergreifen des Efeus vom Nachbarhaus auf die eigene Hauswand eine unzulässige Störung darstellt. Es besteht ein Beseitigungsanspruch nach §§ 1 004, 906 BGB und keine Duldungspflicht. Entsteht durch das Efeu ein nachweisbarer Schaden an der Garagenwand, der nur mit hohem Aufwand wieder zu entfernen ist, besteht auch die Verpflichtung zum Ersatz des Schadens.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  27. Tina sagt:

    Hallo an alle da draußen,
    ich habe mein Haus vermietet, es ist Baujahr 1962 und mit altem Baumbestand. Ein Kastanienbaum steht ca 1,5 m von der Grundstücksgrenze in meinem Garten. Alle 2 Jahre jage ich eine Gartenfirma über das Grundstück und lasse machen was die Mieter nicht tun. Die Nachbarin Richtung Kastanie ist das Problem….Viele Störbäume an ihrer Gartengrenze, sozusagen… Erst meckert sie rum, die Gartenfirma kommt und kümmert sich auf meine Kosten um das was sie stört und dann fehlen ihr die Bäume auf einmal, weil jetzt die Mieter in ihr Zimmer schauen können. Na sowas !!! Das letzte Mal war es gaaaanz wichtig die Kastanie zu lassen und nun stört sie, weil Kastanien auf ihr Grundstück fallen und sie will die Äste weg schneiden, wenn ich nix tue. Die Frau geht mir so auf den S(von der Redaktion editiert), das kann ich garnicht beschreiben. Zudem bin ich gerade im Begriff das Haus zu verkaufen….Sie bombadiert uns mit Anrufen und nervt mich ganz fürchterlich. Wie ist denn da die Gesetzeslage??? Kann ich ihr sagen: Deine Sache, dein Problem !!! Soll sie sich mit den Käufern auseinandersetzen oder was gibt es für Möglichkeiten? Mein Bundesland ist Niedersachsen…..

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Tina,

      die gesetzlich geregelten Grenzabstände in Ihrem Bundesland betragen für:
      Bäume mit einer Höhe bis zu 1,2m 0,25m Abstand,
      Bäume mit einer Höhe bis zu 2m 0,5m Abstand,
      bis zu 3m Höhe 0,75m Abstand,
      bis zu 5 Höhe 1,25m Abstand,
      bis zu 15m Höhe 3m Abstand und
      über 15m Höhe 8m Abstand.
      Ist der entsprechende Abstand bei Ihrer Kastanie gewahrt, sind Sie im Recht.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  28. cremer sagt:

    in unserer straße liegen ca.10 Grundstücke nebeneinander, jedes bebaut. Ein Eigentümer hat an seinem grundstücksrand
    eine über 10 m hohe Birke, von der die Äste bis auf die Fahrbahn hängen. Die Aste berühren beim passsieren der Straße mit dem Auto das Dach des Autos und machen kleine Kratzer. Er wurde bereits mündlich aufgefordert die Ästenzu kürzen .
    Nichts passiert ! Was tun ?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Cremer,

      § 910 Abs. 1 des Bürgerlichen Gesetzbuches besagt, dass der Nachbar zum Abschneiden der überhängenden Äste aufgefordert werden kann und ihm dafür eine angemessene Frist gesetzt werden soll. Erfolgt der Rückschnitt nicht in der Frist, darf man selbst schneiden beziehungsweise einen Fachmann zum Abschneiden bestellen und dies dem Nachbar in Rechnung stellen. Allerdings muss der Überhang fachgerecht und nur bis zur Grundstücksgrenze entfernt werden. Außerdem muss hierfür eine Beeinträchtigung vorliegen, die im Einzelfall entschieden wird. Es gibt auch Bäume, die aufgrund ihres Alters und Stammumfangs einem besonderen Schutz unterliegen. Ob das bei Ihnen der Fall ist, erfahren sie durch die Baumschutzverordnung Ihrer Stadt oder Gemeinde.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  29. Hans-Joachim sagt:

    Habe da mal eine Frage , mein Nachbar hat sich für seine Kinder eine Skaterbahn auf seiner Auffahrt gebaut.
    Der Krach ist nicht auszuhalten wenn sie ihre Sprünge über die Rampen und über die Sprunkschantzen machen .( Mit Roller und Crossrädern)
    Er hat das alles aus Holz gebaut und
    das geht stundenlang so .
    Über eine Antwort würde ich mich freuen .
    Mit freundlichen Grüßen
    Hans Joachim

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Hans-Joachim,

      haben Sie bereits das Gespräch mit dem Nachbarn gesucht? Vielleicht lässt sich so eine Lösung finden. Zeigt ein Gespräch keinen Erfolg, können Sie das zuständige Ordnungsamt bei einer Ruhestörung informieren. Häufig ist es ratsam, ein Lärmprotokoll anzufertigen, aus welchem Dauer und Häufigkeit der Ruhestörungen hervorgehen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  30. Familie K. sagt:

    Hallo!
    Im letzten Jahr ist das Haus unseres Nachbarn fertiggestellt worden.
    Der feine helle Kies lag komplett um das ganze neue Haus und dies blieb bis Mai/Juni dieses Jahres so, weil
    die Bauhherren sich etwas verschätzt hatten und die Außenanlagen nicht zeitgemäß fertiggestellt wurden.
    Das Problem ist nun, dass sich im Laufe der Zeit durch den Wind dieser feinkörnige Sand überall bei uns verteilt hat (Auffahrt, Fensterbänke innen wie außen, Briefkasten, Spritzschutz (Steine), Beete). Wie genervt man von diesem Zustand war/ist, brauche ich an dieser Stelle nicht zu erwähnen. Das Schlimmste ist aber der Sand im Rasenstreifen an der Nachbargrenze. Hier ist unser Grundstück jetzt wie eine Düne stellenweise bis zu zehn, fünfzehn Zentimeter höher und man sieht zwischen dem Rasen keinen Mutterboden mehr! In die durch eine Kieslieferung für den Nachbarn verursachte Furche (LKW-Rad) auf UNSEREM Grundstück – eben auf diesem Streifen will der Nachbar lediglich etwas Erde auffüllen und Rasen säen. Damit sind wir natürlich nicht einverstanden, der Bereich müsste abgetragen und neu angelegt werden. Unser Nachbar meint jedoch, dass dies unser Pech sei und wir das dann allein beheben müssten. Nun die Frage, ob wir eine Möglichkeit haben, den Nachbar zu überzeugen, dass er (sein Bau) für diesen Zustand verantwortlich ist und selbstverständlich für die Beseitigung aufzukommen hat bzw. eine Entschädigung z.B. für die Beseitigung zahlen muss.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Familie K.,

      ist keine Einigung möglich, ist in der Regel der Gang zum Anwalt die einzige Möglichkeit, um das Problem aus der Welt zu schaffen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

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