Klimaschutz: Global, in Deutschland und für jedermann

Klimaschutzpolitik: Klima- und Naturschutz sollen furch erneuerbare Energien vorangetrieben werden. Hier ist auch die Wirtschaft gefragt.

Klimaschutzpolitik: Klima- und Naturschutz sollen durch erneuerbare Energien vorangetrieben werden.

Von internationaler Klimaschutzpolitik bis zum Klimaschutz im Alltag

Der menschlich vorangetriebene Klimawandel ist eine reale Gefahr, die es zu bekämpft gilt. Darüber sind sich die meisten Menschen einig. Doch wie kann das gelingen? Einerseits sind weltweite Abkommen und Verträge zum Klimaschutz notwendig, um dieses globale Problem in den Griff zu bekommen.

Doch auch kleinere Schritte sind wichtig, um den Weg in eine klimafreundliche Richtung einzuschlagen.

In diesem Artikel stellen wir deshalb Maßnahmen zum Klimaschutz vor, die auf globaler, nationaler und kommunaler Ebene getroffen werden. Außerdem geben wir Tipps für den Klimaschutz im Alltag, mit denen jeder seinen Teil dazu beitragen kann, das derzeitige Klima auf diesem Planeten zu erhalten.

Internationaler Klimaschutz – Mühsam erarbeitete Klimaschutzabkommen

Im Jahr 1992 trafen die Vereinten Nationen in Rio de Janeiro zusammen, sie hielten eine wegweisende Konferenz über Umwelt und Entwicklung (United Nations Conference on Environment and Development, UNCED).

Hier wurde die Klimarahmenkonvention (United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC) ins Leben gerufen, welche zwei Jahre später in Kraft trat. Diese erste internationale Klimaschutzinitiative sah explizit keinen Stopp des anthropogene (also durch Menschen verursachten) Treibhausgasausstoßes vor, sondern eine Stabilisierung desselben.

1997 einigten sich die Vertragsstaaten in Kyoto (Japan) während der dritten Vertragsstaatenkonferenz (Conference of the Parties, COP 3) erstmals auf völkerrechtlich verbindliche Klimaschutzziele. Hier verpflichteten sich die Industriestaaten, die für den Großteil der CO2-Emissionen verantwortlich waren, ihren Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren. Entwicklungsländer wie China oder Indien wurden ausgenommen, was in der Folge für viel Kritik sorgte.

In Kraft treten konnte das Kyoto-Protokoll dann erst 2005 durch die Ratifizierung Russlands. Denn der Klimaschutzvertrag benötigte für die völkerrechtliche Wirksamkeit die Unterschrift von mindestens 55 Ländern, die gemeinsam mindestens 55 Prozent des CO2-Ausstoßes von 1990 zu verantworten hatten.

Die USA verweigerten von Anfang an die Ratifizierung des Kyoto-Protokolls, Kanada trat 2011 aus.

Im Dezember 2015 kam es zu einem weiteren Meilenstein internationaler Bemühungen zum Schutz des Klimas: Im Pariser Abkommen verpflichteten sich erstmals alle Vertragsstaaten, ihre Wirtschaft dem Klimaschutz zu unterwerfen.  Ziel ist es, die Erderwärmung bis 2100 nicht über zwei Grad Celsius ansteigen zu lassen.

Nun liegt es in der Verantwortung aller Mitgliedsstaaten, dieses Ziel zu erreichen. Dies wird auch im folgenden Video deutlich, welches von der Europäischen Kommission produziert wurde und die Pariser Ziele zusammenfasst

Klimaschutz in der EU

Das Pariser Abkommen wurde von allen EU-Staaten ratifiziert. Sie haben darüber hinaus Aktionspläne und Etappenziele für den Klimaschutz vereinbart.

Wichtige Klimaschutzziele sind dabei:

Der Klimawandel kann durch Klimaschutz nur noch abgeschwächt aber nicht mehr verhindert werden. Naturschutz und Energieeffizienz können helfen.

Der Klimawandel kann durch Klimaschutz nicht mehr verhindert werden. Die Förderung von Naturschutz und Energieeffizienz können jedoch helfen.

  1. bis 2020
  • 20 Prozent weniger Treibhausgasemissionen als 1990
  • 20 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs sollen aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen werden
  • Erhöhung der allgemeinen Energieeffizienz um 20 Prozent
  1. bis 2030
  • 40 Prozent weniger Treibhausgasemissionen als 1990
  • 27 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs sollen aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen werden
  • Erhöhung der allgemeinen Energieeffizienz um 27 Prozent
  1. bis 2050
  • 80 bis 95 Prozent weniger Treibhausgasemissionen als 1990

Das langfristige Ziel, bis 2050 den Treibhausgasausstoß fast vollständig zu vermeiden, ist freilich nur durch eine konsistente, generationsübergreifende Klimaschutzpolitik zu erreichen. Zumal dabei im Idealfall auch auf Atomkraftwerke verzichtet werden soll. Insbesondere wird es also darauf ankommen, den Klimaschutz durch erneuerbare Energien voranzutreiben.

Wie Deutschland dieses ambitionierte Ziel erreichen will, werden wir im Folgenden betrachten.

Klimaschutz durch die Bundesregierung

Im Koalitionsvertrag von 2013 bekräftigte die große Koalition unter Leitung von Bundeskanzlerin Angela Merkel nochmal das bereits 2010 formulierte Ziel, den Treibhausgasausstoß des Bundes bis 2050 im Vergleich zu 1990 um 80 bis 95 Prozent zu senken – Deutschland soll „weitgehend treibhausgasneutral“ werden. So heißt es in der Zusammenfassung der „Klimaschutzpolitischen Grundsätze und Ziele der Bundesregierung“ vom 14. November 2016.

Diese Klimaschutzziele von Deutschland sind in einem 85 Seiten starken Papier festgehalten, das mit dem Namen „Klimaschutzplan 2050″ überschrieben ist.

Dieses Klimaschutzprogramm ist eine nationale Klimaschutzinitiative der Bundesregierung. Es soll Deutschland eine Vorreiterrolle im Klimaschutz geben und andere Staaten zu ähnlichen Initiativen bewegen. Eine solche Rolle kommt Deutschland laut der oben erwähnten Zusammenfassung des Klimaschutzplanes „aufgrund unserer besonderen Verantwortung als führende Industrienation und wirtschaftlich stärkstem Mitgliedsstaat der EU“ zu.


Es werden unter anderem folgende strategische Maßnahmen zum langfristigen Umwelt- und Klimaschutz genannt:

  • Die Einsetzung einer neuen Kommission für „Wachstum, Strukturwandel und Regionalentwicklung“, welche „realistische Perspektiven“ für die Zukunft entwickeln und ein entsprechendes Instrumentarium schaffen soll. Es soll ein Wege gefunden werden, der „wirtschaftliche Entwicklung, Strukturwandel, Sozialverträglichkeit und Klimaschutz zusammen bringt“. Bis 2018 sollen erste Ergebnisse vorliegen.
  • Die schrittweise Weiterentwicklung für energetische Standards für neue Bauprojekte. Sanierungsarbeiten sollen langfristig einen bundesweiten „nahezu klimaneutralen Gebäudestand“ realisieren. Ein wichtiges Instrument soll der Energieausweis sein.
  • Das „Klimaschutzkonzept Straßenverkehr“ soll ausloten, wie die CO2-Emissionen zunächst bis 2030 signifikant gesenkt werden können. Zentral sind dabei die Erforschung und Förderung einer Treibhausgas-freien Energieversorgung. Ebenso soll die Infrastruktur für Halter von Elektroautos attraktiver werden.
  • Es soll geprüft werden, inwieweit eine Änderung des Steuersystems dazu beitragen kann, dass diese Klimaschutzmaßnahmen in Deutschland auch von großen Emissionsverursachern mitgetragen werden. Zum einen könnten Steuererleichterungen den Anreiz erhöhen, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Zum anderen sind freilich auch steuerliche Sanktionen für hohen Treibhausgasausstoß denkbar.
  • Der „konsequente Vollzug des Düngerechts, insbesondere der Düngeverordnung, welchen die Bundesregierung gemeinsam mit den Ländern durchsetzen will, soll den Zielwert von 70 kg Stickstoff pro Hektar für die Jahre zwischen 2028 und 2032 möglich machen.
  • Die Waldfläche in Deutschland soll ausgeweitet werden.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BUMB) hat den Klimaschutzplan 2050 entworfen. Das „Ministerium für Klimaschutz“ war bis 2013 noch nicht für den Bau als Kernkompetenz zuständig und hieß dementsprechend kurz BUM. Klimaschutz ist jedoch als wichtiger Maßstab für Bauvorhaben hinzugekommen, weshalb das Ministerium um den Bereich Bau erweitert wurde.

Klimaschützer kritisieren, dass dem Klima kein Schutz geboten wird, wenn Aktionspläne zusammengestellt, diese aber nicht in Gesetzesform gegossen werden. Um dem Klimaschutz die nötige Nachhaltigkeit zu verleihen, kommt es deshalb zunächst auf die Bundesländer an, da ein neues Bundesgesetz zum Thema Klimawandel und Klimaschutz zunächst nicht geplant ist.

Tatsächlich haben seit dem Pariser Abkommen im Dezember 2015 einige Bundesländer eigene Gesetzesentwürfe vorgelegt und teilweise schon verabschiedet.

Klimaschutz auf Landesebene

Exemplarisch wollen wir im Folgenden zwei Bundesländer nennen. Beide sind aufgrund der dort ansässigen Industrie für einen Großteil des in Deutschland ausgestoßenen CO2 verantwortlich und wollen gerade deshalb als Vorreiter beim Klimaschutz hervortreten.

Erneuerbare Energien und Klimaschutz müssen auch von der Wirtschaft mitgetragen werden.

Erneuerbare Energien und Klimaschutz müssen auch von der Wirtschaft mitgetragen werden.

Die Baden-Württembergische Landesregierung verabschiedete schon 2013 ein Gesetz zum Klimaschutz. Der CO2-Ausstoß sollte demnach systematisch gesenkt werden: bis 2020 um 25 Prozent und bis 2050 um 90 Prozent im Vergleich zu 1990. Auf jeden Einwohner des Landes kommen im Jahr rechnerisch sieben Tonnen CO2 – beinahe das Doppelte des weltweiten Durchschnitts.

Die Rot-Schwarze Landesregierung erklärte in ihrem Koalitionsvertrag vom Mai 2016, dass sie neben vielen anderen Maßnahmen insbesondere den Ausstieg aus der Kohlenutzung plane, was es im Übrigen auch deutschlandweit anzustreben gelte.

Außerdem bietet das Land Baden-Württemberg das universelle Förderprogramm „Klimaschutz Plus“ an. Dieses ermöglicht es Gemeinden, Organisationen, Vereinen, Trägern von öffentlichen Einrichtungen aber auch Privatpersonen, finanzielle Unterstützung zu beantragen, wenn sie klimafreundliche Projekte planen. Förderungsfähig sind unter anderem:

  • Sanierungen von Nichtwohngebäuden, die dem Klimaschutz dienen
  • Einsetzung eines Klimaschutzmanagers
  • Struktur-, Qualifizierungs- und Informationsprogramme sowie andere Maßnahmen zum Klimaschutz
Was ist ein Klimaschutzmanager?

Klimaschutzmanager treiben in Gemeinden und Kommunen den Klimaschutz voran. Sie kümmern sich um die Umsetzung von beschlossenen Aktionsplänen und entwickeln bestehende Konzepte weiter. Dafür können sie sich mit Vertretern von Klimaschutzorganisationen und Bürgern des betroffenen Gebietes treffen. Sie führen außerdem darüber Bericht, ob eine durchgeführte Maßnahme den gewünschten Erfolg hatte oder nicht.

Auch Nordrhein-Westfalen will sich nicht lumpen lassen. Das Land ist der größte Energieproduzent Deutschlands. Energie wird bekanntermaßen überwiegend aus der Verbrennung von Braun- und Steinkohle gewonnen. In Paragraph 4 des Nordrhein-Westfälischen Gesetzes zur Förderung des Klimaschutzes wird daher festgeschrieben, dass Ressourcen geschützt und energieeffizient verwendet werden müssen.

Außerdem wird der Ausbau erneuerbarer Energien gesetzlich festgelegt, wodurch der Ökostrom einen bedeutender Teil des aus Nordrhein-Westfalen stammenden Stroms ausmachen soll.

Ebenso haben Schleswig-Holstein, Bremen oder Rheinland-Pfalz seit dem Pariser Abkommen reagiert und eigene Klimaschutzgesetze erlassen (Stand November 2016).

Kommunaler Klimaschutz

Letztlich liegt es an den Kommunen und Gemeinden, den Klimaschutz und die Klimaanpassung im täglichen Leben der Bürger zum Thema zu machen.

Was ist unter „Klimaanpassung“ zu verstehen?

Die Einsicht, dass der Klimawandel in einem gewissen Ausmaß nicht mehr zu verhindern ist, zwingt die Menschen dazu, ihre täglichen Lebensentscheidungen zu überdenken. Wollen sie gravierendere Folgen abwenden, so müssen sie sich der neuen Situation und Lebensrealität anpassen – sie sind zur Klimaanpassung angehalten. Es geht dabei also um die kleinsten Zellen im staatlichen Gefüge – die Kommunen und ihre Einwohner.

In großen Teilen besteht der Klimaschutz in den Kommunen also aus Aufklärungsarbeit. In vielen Gemeinden wird diese Aufgabe von einer gemeinnützigen und entsprechend geförderten Klimaschutzagentur wahrgenommen. Hier können sich Bürger und Unternehmer über die neuesten Entwicklungen im Klimaschutz informieren oder die Klimaeffizienz ihrer Bauwerke zum Teil kostenlos begutachten lassen.

Doch auch eine klimafreundliche Stadtplanung obliegt den Gemeinden. Werden Fahrradwege gebaut? Oder Tankstationen für Elektroautos? Das BUMB unterstützt die Kommunen mit Informationsmaterial und Aktionsplänen. Außerdem können sie bei größeren Vorhaben auf Fördergelder des Landes hoffen.

Wem das Klima und dessen Schutz am Herzen liegt, der kann beispielsweise Energie sparen.

Wem das Klima und dessen Schutz am Herzen liegen, der kann beispielsweise Energie sparen. So kann jeder dem Klimawandel entgegenwirken.

Tipps für Klimaschutz im Alltag

Im täglichen Leben kann jeder Bürger einen kleinen Teil zum Klimaschutz beitragen. Hierzu bedarf es einer bewussten Lebensführung, wobei oft schon kleine Veränderungen eine große Wirkung haben können. In den täglichen Entscheidungen spiegelt sich außerdem wider, wie sehr Umweltschutz- und Klimaschutzmaßnahmen zusammenhängen.

Denn für die „Klimabilanz“ eines Menschen ist nicht ausschließlich bedeutsam, ob er mit dem Auto zur Arbeit fährt oder mit dem Fahrrad. Tatsächlich steht die Mobilität laut Umweltbundesamt nur an zweiter Stelle der wichtigsten Treibhausgas-Emissionen des täglichen Lebens. Demnach ist es eher entscheidend, wie wir unseren Wohnraum heizen und Strom verbrauchen. An dritter Stelle stehen übrigens Entscheidungen bei der Nahrungsaufnahme. Für alle drei Bereiche fassen wir im Folgenden Tipps zusammen um zu verdeutlichen, wie Klimaschutz für jedermann möglich ist.

Heizen und Stromverbrauch – Klimaschutz in der Wohnung

Wer Tipps zum Stromsparen einhält, hilft nicht nur der Umwelt, sondern auch dem eigenen Geldbeutel. Das gilt übrigens für fast alle alltäglichen Maßnahmen zum Klimaschutz. Eine Ausnahme bildet der bevorzugte Verzehr von Bio-Produkten, doch dazu später mehr.

Energie wird in großen Teilen durch die Verbrennung fossiler Rohstoffe gewonnen, weshalb es zunächst einmal hilft, Ökostrom zu beziehen. Dieser muss nicht unbedingt teurer sein als durch Verbrennung gewonnener Strom. Bei der Suche nach einem neuen umwelt- und klimafreundlicheren Stromanbieter kann ein Stromvergleich helfen.

Ineffizientes Heizen ist ein besonders häufig auftretender Fehler. Die Temperaturen sollten

  • 20 Grad Celsius in Wohnräumen,
  • 18 Grad Celsius in Badezimmern und
  • 17 Grad Celsius in Schlafbereichen betragen.

Für Frischluftzufuhr sorgt die tägliche mehrmalige Stoßlüftung für einige Minuten bei weit geöffnetem Fenster. Ein über längere Zeit angekipptes Fenster verursacht großen Wärmeverlust, wodurch ein höherer Heizbedarf entsteht.

Klimaschutz im Verkehr

Laut Schätzungen des Umweltbundesamtes sind etwa die Hälfte der innerstädtisch mit dem Auto zurückgelegten Wege kürzer als fünf Kilometer – eine Strecke, die mit dem Fahrrad in unter dreißig Minuten gefahren werden kann. Zur positiven Klimabilanz gesellt sich der Fitness-Faktor. Fahrradfahren und Laufen ist bekanntermaßen gesünder, als mit dem Auto zu fahren.

Eine wahre CO2-Schleuder ist das Flugzeug. Es macht für den Klimaschutz einen enormen Unterschied, ob die Strecke München-Hamburg mit dem Flugzeug oder mit der Bahn zurückgelegt wird.

Ein Beitrag zum Klimaschutz könnte sein, den Verzehr tierischer Produkte zu reduzieren. Denn das Klima leidet auch unter massenhafter Viehzucht.

Ein Beitrag zum Klimaschutz könnte sein, den Verzehr tierischer Produkte zu reduzieren. Denn das Klima leidet auch unter massenhafter Viehzucht.

Klimaschutz beim Konsum

Es mag auf den ersten Blick nicht ersichtlich sein, wie die Wahl der Nahrungsmittel zum Klimaschutz beitragen kann. Dies wird bei näherer Betrachtung deutlich.

Wer saisonale Produkte kauft, hilft dem Klimaschutz, weil lange Transportwege vermieden werden und der Energieaufwand für Kühlung klein ausfällt.

Der tägliche Speiseplan profitiert von der Reduzierung tierischer Produkte. Ernährungswissenschaftler raten, nicht mehr als 600 Gramm Fleisch in der Woche zu verzehren. Doch auch für den Klimaschutz wäre das wichtig. Denn die Fleischproduktion schadet dem Klima gleich in mehrerer Hinsicht.

Zum einen werden in Afrika und Südamerika große Waldflächen abgeholzt, um Sojabohnen anzupflanzen, die zum überwiegenden Teil als Futtermittel nach Nordamerika und Europa exportiert werden (nur etwa 1 Prozent der weltweiten Soja-Ernte wird für die Herstellung menschlicher Nahrung verwendet). Der Verlust des Regenwaldes führt zu einer Abnahme natürlicher CO2-Bindung, welches sich im Holz der Bäume einlagern würde. Zum anderen entlassen Millionen Rinder, Schweine und Schafe große Mengen Treibhausgase (in Form von Methan) in die Atmosphäre. Hinzu kommen CO2-Emissionen durch Transportwege.

Schließlich ist zu empfehlen, bevorzugt Bio-Produkte zu kaufen, da bei deren Herstellung auf künstlichen Dünger verzichtet wird und auch der Wasserverbrauch geringer ist. Der bewusste Umgang mit Energie, Erdöl und Nahrungsmitteln kann jeden Bürger zum Klimaschützer machen.

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