Strom selbst erzeugen: So geht’s

Alternative Methoden, um selber Strom zu erzeugen

Strom selbst zu erzeugen, schafft Unabhängigkeit vom Stromanbieter

Strom selbst zu erzeugen, schafft Unabhängigkeit vom Stromanbieter

In Zeiten steigender Strompreise ist die Idee, seinen Strom selbst zu erzeugen, für Privatpersonen immer interessanter. Auch Kleinunternehmen setzen immer mehr den Plan, ihren Strom selbst zu erzeugen. Zusätzlich können Verbraucher mit diesem Strom auch die Heizung versorgen, also Wärme produzieren.

Dabei kann nicht nur auf lange Sicht Strom gespart werden. Zudem schützen Selbstversorger auch die Umwelt, da die Möglichkeiten, um selbst Energie zu erzeugen, meist einen „grünen“ Hintergrund besitzen. Als dritter Vorteil ist die Unabhängigkeit von den Stromanbietern zu nennen.

Während sich andere Personen über ständige Strompreiserhöhungen aufregen, können sich Selbstversorger nicht beklagen. Zusätzlich werden die meisten alternativen Erzeugungsmethoden vom Staat gefördert, sodass ein Teil der Kosten eingespart werden kann.

Welche Möglichkeiten gibt es, um den Strom selbst zu erzeugen?

Derzeit haben sich Methoden auf dem deutschen Markt durchgesetzt:

  • Energie erzeugen mit einer Solaranlage: Die Solaranlage besitzt Photovoltaikflächen, die in der Regel auf dem Häuserdach angebracht wird. Die Fläche nimmt die Sonneneinstrahlung auf und speichert diese in einer Batterie, um auch dann Strom abzugeben, wenn gerade keine Sonne scheint.
  • Selber Strom erzeugen mit einer Kleinwindkraftanlage: Sie funktioniert wie eine große Anlage, die Verbraucher von Feldern oder in der Nordsee kennen. Der Wind versetzt die Rotorblätter in Bewegung, welche wiederum Energie erzeugen.
  • Strom selbst produzieren mit einem Blockheizkraftwerk: Dieses Mini-Kraftwerk funktioniert auch wie ein großes. Ein Brennstoff wie beispielsweise Gas, Öl, Kohle oder auch Holzpellets wird verbrannt und kann so den Strom selbst erzeugen. Auch Biomasse wie etwa Biomüll ist dabei als Brennmaterial geeignet.


Hausbatterien, die den Strom anschließend speichern, sind gerade sehr günstig auf dem Markt zu erwerben. Aus diesem Grund erzeugen viele Privatpersonen ihren Strom selbst. Im Jahr 2013 lag die Anzahl an verkauften und installierten Batterien bei 5.000 Stück. Das Analyseunternehmen EuPD erwartete für 2015 eine Zahl von 12.000; etwa 16.000 installierte Speicher sollten es 2016 werden.

Strom selbst produzieren: Die Vor- und Nachteile

Strom selbst erzeugen und Kosten sparen

Strom selbst erzeugen und Kosten sparen

Grundsätzlich müssen Sie sich überlegen, ob Sie ein Eigenerzeuger oder ein Versorger sein möchten. Denn beide Arten ziehen weitere Genehmigungen nach sich. Das Zollamt ist in der Regel für Eigenversorger zuständig.

Wer also Strom nur für sich selbst erzeugen will, sozusagen für den Eigenverbrauch, benötigt eine Erlaubnis im Rahmen des Stromsteuerrechts. Hierfür müssen Sie einen Antrag ausfüllen. Ausnahmen hiervon:

  • Anlagen, die Energie von maximal 2 Megawatt erzeugen und der Eigenverbrauch im „räumlichen Zusammenhang“ zur Anlage steht
  • Notstromaggregate

Möchten Privatpersonen jedoch selbst Strom erzeugen und als Versorger fungieren, benötigen sie ebenfalls eine Erlaubnis. Auch hier gibt es Ausnahmen:

  • Eine Person möchte selber Strom erzeugen mit einer Anlage, welche maximal 2 Megawatt Nennleistung besitzt. Speist er diesen Strom an ein Energieversorgungsunternehmen, benötigt er keine Erlaubnis
  • Sie wollen Ihren Strom selbst erzeugen mit einer Anlage und einer Nennleistung von maximal 2 Kilowatt. Erfüllt die Anlage die gesetzlichen Voraussetzungen für Strom aus erneuerbarer Energie und wird dieser nicht direkt aus dem öffentlichen Netz bezogen, benötigen Sie in der Regel auch keine Erlaubnis.

Wer eine Solaranlage selber bauen möchte, ist zudem von der Steuer befreit. Dies gilt auch für weitere Stromarten aus erneuerbaren Energien. Zusätzlich können Sie eine Einspeisevergütung vom Staat erhalten, sofern Sie selber Strom erzeugen. Diese Förderung gilt in der Regel für 20 Jahre ab der Inbetriebnahme.

Eine Solaranlage selbst zu bauen und sie anschließend an das heimische Stromnetz anzuschließen, kann schwierig werden. Aus diesem Grund ist es wichtig, einen Fachmann zurate zu ziehen, anstatt auf Anleitungen im Internet zu vertrauen. Zudem ist der Standort der Anlage wichtig. Blockheizkraftwerke eigenen sich in einem Keller. Solaranlagen sollten dort stehen, wo die meiste Sonneneinstrahlung stattfindet. Windkraftanlagen können Vibrationen und eventuell auch Geräusche erzeugen, die die Nachbarn stören können.

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